Courage Kassel solidarisch mit dem Kampf bei VW gegen Werksschließungen, um Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze und gegen Lohnabbau

An die Belegschaft des VW-Werks Baunatal und des ganzen VW-Konzerns!

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir sind empört über die Angriffe eurer Konzernleitung auf die Belegschaften mit ihren Existenz bedrohenden Auswirkungen auf unzählige Familien und die betroffenen Kommunen.

Wir sind solidarisch mit eurem Kampf gegen Werksschließungen, um Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze und gegen Lohnabbau.

Milliarden für die Kriegsvorbereitung – zu Lasten der breiten Massen, vor allem auch von Frauen und Kindern – nicht mit uns!

Wie sind aber auch der Meinung, dass Umstellung auf Rüstungsproduktion und Militarisierung der Gesellschaft keine Alternative sind. Milliarden für die Kriegsvorbereitung – zu Lasten der breiten Massen, vor allem auch von Frauen und Kindern – nicht mit uns!

Auch wir sind betroffen von den Auswirkungen dieser unsozialen Politik!

Unser überparteilicher Frauenverband „Courage“ steht für die Befreiung der Frau in einer befreiten Gesellschaft.

Wir sind auch solidarisch mit allen, die in Ausübung ihrer Solidarität vor den Werkstoren kriminalisiert werden, um sie einzuschüchtern und die Solidarität zu verhindern, so z. B. vor dem Audi-Werk in Neckarsulm.

Das betrifft auch unsere Courage-Frau Brigitte. Sie war in den vergangenen Wochen mehrmals am Tor in Baunatal, um die Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ zu verteilen. Sie tut das auf öffentlich zugänglichem Gelände in Besitz von VW, was laut mehrerer Gerichtsbeschlüsse zulässig ist. Das wissen die Verantwortlichen im VW-Werk Baunatal, trotzdem haben sie durchgesetzt, dass Brigitte durch die herbeigerufene Polizei einen Platzverweis erhielt und eine Strafanzeige. Damit werden sie aber nicht durchkommen, und Brigitte hat ihre Einsätze am Tor fortgesetzt.

Dass Unternehmen zur Steigerung ihrer Gewinne und Marktbeherrschung hunderttausende Arbeitsplätze vernichten dürfen, ist völlig legal, der Widerstand dagegen und die Solidarität mit den Kämpfen werden dagegen kriminalisiert. Das können wir nicht akzeptieren!

Mit solidarischen Grüßen
Ortsgruppe Kassel des Frauenverbands Courage

Einstimmig verabschiedet auf unserem Monatstreffen im Stadtteilzentrum Wesertor am 19.7.2026