Unser letzter Courage-Abend war ein ganz besonderes Erlebnis voller Herzlichkeit, Austausch und internationaler Solidarität. Wir durften Frauen aus der syrischen Gemeinde aus Waiblingen und Umgebung begrüßen sowie je eine Frau aus Jordanien, dem Irak und aus Nordmazedonien.
Im Mittelpunkt des Abends stand das abendliche Fastenbrechen. Unsere syrischen Gäste gaben uns einen eindrucksvollen Einblick in diese Alltagstradition während der Fastenzeit: ein Moment der Gemeinschaft, des Innehaltens und des Miteinanders. Mit großer Gastfreundschaft hatten sie eine Vielfalt an Speisen vorbereitet – von herzhaften Gerichten bis hin zu feinen Süßigkeiten.
Darüber hinaus wurde der Abend zu einem politischen Austausch. Wir berichteten uns gegenseitig, wie der Internationale Frauentag in unseren Ländern begangen wird. Dabei wurde deutlich, dass dieser Kampftag in vielen arabischen Ländern selbstverständlich verankert ist. Wir selbst erzählten von unserer Aktion am 8. März, bei der wir weiße Rosen verteilt und zahlreiche Gespräche geführt haben – verbunden mit der klaren Haltung, dass wir Hetze gegen Ausländer und Andersdenkende nicht hinnehmen und uns entschlossen gegen eine Politik von Rechtsaußen stellen, auch um unsere Rechte als Frauen zu verteidigen.
In vielen persönlichen Gesprächen wurde deutlich, was den Frauenverband Courage ausmacht.
Auch in vielen persönlichen Gesprächen wurde deutlich, was den Frauenverband Courage ausmacht: Überparteilich und an keine Religionsgemeinschaft gebunden als bewusste Grundlage unserer Arbeit. Weder Parteizugehörigkeit noch Religion stehen im Vordergrund, sondern die gemeinsamen Interessen von Frauen, ihr Zusammenhalt und ihr Engagement für Gleichberechtigung und ein solidarisches Miteinander.
Gemeinsam zum Ostermarsch in Stuttgart – ein Zeichen setzen gegen Krieg, Aufrüstung und Spaltung zu setzen – und für Frieden, internationale Solidarität und Frauenrechte!
Ein zentrales Thema war auch die internationale politische Lage. Gemeinsam sehen wir die wachsenden Gefahren durch Kriegspolitik und Eskalation. Die Rolle von Brandstiftern wie Netanjahu und Trump und ihre Versuche, den Nahen Osten weiter in Brand zu setzen, wurden sehr kritisch gesehen.
Deshalb entstand aus diesem Abend auch die Idee, gemeinsam am Ostermarsch in Stuttgart teilzunehmen, um ein Zeichen gegen Krieg, Aufrüstung und Spaltung zu setzen – und für Frieden, internationale Solidarität und Frauenrechte.
Solche Begegnungen stärken uns – und machen Mut für die gemeinsamen Aufgaben, die vor uns liegen.
Neben all den ernsten Themen kam auch die Freude nicht zu kurz: Es wurde viel gelacht, erzählt und miteinander geteilt. Gerade diese Verbindung aus politischem Austausch und persönlicher Nähe machte den Abend so besonders.
In diesem Geist der Solidarität sammelten wir dann auch Spenden für das Al Awda Krankenhaus in Gaza, und es kamen 215€ zusammen!
Wir danken unseren Gästen von Herzen für ihre Offenheit, ihre Beiträge und die große Herzlichkeit. Solche Begegnungen stärken uns – und machen Mut für die gemeinsamen Aufgaben, die vor uns liegen.
Courage-Gruppe Waiblingen
