Unübersehbar, laut und lebendig, internationalistisch und kämpferisch – der Internationaler Frauentag 2026

Weltweit wurde der Internationale Frauentag zu einem Kampftag der internationalen Solidarität gegen Faschismus und Krieg, für die Verteidigung und tatsächliche Verwirklichung von Gleichberechtigung und Frauenrechten und eine lebenswerte Zukunft.

Unübersehbar, laut und lebendig, internationalistisch und kämpferisch wurde er quer durch ganz Deutschland begangen. Die Transparente, Schilder, Parolen und Reden bei den Kundgebungen, Demonstrationen oder Ständen brachten die ganze Vielfalt der Anliegen und Forderungen der Frauen und der Frauenbewegung auf die Straße – entlang dem ganzen Leben der Frauen. Der Protest richtete sich gegen steigende Gewalt gegen Frauen und „gesellschaftlichen Strukturen, die Gewalt gegen Mädchen und Frauen begünstigen“, gegen die besondere Ausbeutung von Frauen, gegen geringere Löhne und aufgezwungene Teilzeit, fehlende und unzuverlässige Kinderbetreuung, gegen die Armut von Alleinerziehenden und Rentnerinnen, den Abbau sozialer Errungenschaften zugunsten von Aufrüstung und Kriegsfähigkeit, gegen einen regelrechter Rollback von erkämpften Frauenrechten und vermehrte Angriffe auf queere Personen.

Internationale Verbundenheit und Solidarität wurden groß geschrieben – mit Rojava und seinen Errungenschaften, mit den Frauen und der Bevölkerung im Iran, mit den Frauen, Kindern und Männern in Palästina.

Auf vielen Aktionen waren Plakate zu sehen „Wo ist Eva?“ In Köln hielt die Mutter der bei Angriffen der syrischen Armee in Raqqua verschwundenen jungen Journalistin Eva Michelmann eine bewegende Rede.

Faschistische Regierungen und der steigende Einfluss faschistischer Kräfte – weltweit, Kriege, mit denen immer skrupelloser der Anspruch auf Rohstoffe, Einflussgebiet, Märkte und Macht durchgesetzt werden soll, die Flächenbrände auslösen wie im Nahen Osten und die Gefahr eines Weltkriegs vorantreiben, war für viele der Teilnehmenden ein Grund zur Sorge und forderten ihren Kampfgeist heraus.
„Unsere Kinder bekommt ihr nicht für eure Kriege“, „Alle zusammen gegen den Faschismus“, „Frauen kämpfen international gegen Faschimus, Krieg und Kapital“, „Diesem System keinen Cent und keinen Mensch!“
wurde auf vielen Demos gerufen.

„Die Vielfalt der Beiträge, auch zur sozialen Lage, verdeutlichte, dass Kriegs- und Kürzungspolitik auf dem Rücken der Frauen und Familie zusammen gedacht werden muss.“, heißt es im Bericht aus München.

Insgesamt strahlten die Aktionen einen internationalistischen Kampfgeist, Vielfalt, Solidarität, Lebensfreude und die Hoffnung auf eine befreite Zukunft aus.

Das Bedürfnis und die Notwendigkeit einer größeren Einheit wurde in breiteren Bündnissen und einer gewachsenen Beteiligung – vorallem auch von jungen Frauen deutlich. „Nürnberg hat so eine große Demonstration am 8.März noch nicht gesehen! Über 4000 Menschen waren gekommen.“, so Courage-Frauen aus Nürnberg. In München und Leipzig waren es insgesamt über 10.000, in Frankfurt um die 5000. In Berlin nahmen insgesamt etwa 50.000 Menschen teil an mehreren Demonstrationen teil, davon allein 30.000 bei der größten Demo unter dem Motto „feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich“, weitere 14.000 bei zwei antifaschistisch, antikapitalistisch und international geprägten Demonstrationen. (1) In vielen Großstädten kam es u.a. durch die Ausgrenzung der Palästina-Solidarität oder die Beschränkung auf sogenannte frauentypische Fragen zu gleich mehreren Kundgebungen und Demonstrationen.

Die Gruppen des Frauenverbands Courage waren aktiv beteiligt, hatten Demonstrationen in breiten Bündnissen wie in München, Nürnberg oder Frankfurt mit vorbereitet oder kleinere Aktionen selbst initiiert wie in Sindelfingen, Waiblingen oder Herne. Mit Reden und fantasievollen Aktionen riefen sie die Frauen auf, sich für ihre Interessen zu organisieren, gegen Faschismus, Weltkriegsgefahr und eine globale Umweltkatastrophe aufzustehen, sich für die Perspektive der Befreiung der Frau in Gesellschaften ohne Ausbeutung, Unterdrückung, Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung einzusetzen. Gegen Ausgrenzung und Spaltung setzten sie die Kraft einer solidarischen Auseinandersetzung und überparteilichen Zusammenarbeit.

In diesem Sinne beteiligte sich auch einige Gruppen bei den vom Töchterkollektiv oder Enough initierten Frauenstreikaktionen am 9. März, wie in Herne oder Hannover.

(1) https://www.tagesschau.de/inland/regional/brandenburg/internationaler-frauentag-proteste-in-berlin-und-brandenburg-100.html

Die folgenden Berichte aus den Ortsgruppen werden laufend ergänzt.

Berichte aus den Ortsgruppen

 


Hagen

 

Kanzler Merz und die „Lifestyle-Teilzeit“ einer jungen Mutter

In Hagen begingen über 40 Frauenorganisationen den Internationalen Frauentag schon am 7. März. Die meisten nahmen mit Infoständen in einer Einkaufspassage teil.

Der Frauenverband Courage präsentierte sich einladend davor. Wunderschönes Frühlingswetter hatte viele Menschen in die Cafés gelockt. Da stieß die Kundgebung von Courage auf Aufmerksamkeit.

An die Tausend fehlende Kitaplätze in Hagen machen es jungen Müttern oft unmöglich, arbeiten zu gehen. Sie würden Kanzler Merz gerne zu dieser Art aufgezwungener „Lifestyle-Teilzeit“ einladen.

Große Sorge bereiten vielen Menschen die sich ausweitenden Kriege. Auch die Zukunft des Gazastreifens beschäftigte viele. Für die gynäkologische Abteilung des künftigen Al-Awda-Krankenhauses im Gazastreifen kamen 93€ zusammen.

Auf besondere Empörung stößt in Hagen ein kürzlicher Femizid. Am 21. Februar wurde eine junge fünffache Mutter von ihrem Partner kaltblütig erstochen. Er reagierte dermaßen frauenverachtend auf ihre Absicht sich von ihm zu trennen. Der Verein „Frauen helfen Frauen Hagen e.V.“ stellt zunehmende Gewalt gegen Frauen fest und betont die Notwendigkeit „die gesellschaftlichen Strukturen, die Gewalt gegen Mädchen und Frauen begünstigen, grundlegend zu verändern.“

In zahlreichen Gesprächen konnten wir das besondere Profil unseres Frauenverbands vorstellen und Interesse wecken, gemeinsam organisiert in Verbindung zu bleiben.


Heilbronn

 

Im Nachgang zum Frauentag begeisterte am 14.03.26 eine Kundgebung des 8.März-Bündnisses Heilbronn initiiert von Frauenverband Courage unter dem Motto „Frauenpower für Frieden, Frauenrechte, Mutter Erde –Kampf dem Faschismus“ auf dem Kiliansplatz.

Kurze Redebeiträge der verschiedensten beteiligten Gruppen, „von Religion bis Revolution“, verdeutlichten die Notwendigkeit, weiter um Gleichberechtigung und Gleichstellung in der Gesellschaft – u.a. bei Löhnen, Renten, Bildung, gegen Gewalt und Militarisierung zu kämpfen, sich einzumischen und aktiv zu werden.

Verlesene Berichte aus der „Erfahrungs-Box des Töchterkollektivs“ zeigten die Vielfalt der Verletzungen und Angriffe auf Frauen.

Eine Nachlese zur Landtagswahl beleuchtet die Auswirkungen der Wahlergebnisse insbesondere auf das Leben von Frauen und ihren Familien.
Schwungvolle Tänze zum Weltgebetstag mit diesjährigem Schwerpunkt Nigeria wärmten die im kalten Wind durchgefrorenen Teilnehmer und Zuhörer ebenso wie der Beitrag des Vereins FrauenRäume zu Giselle Pelicot unter dem Motto „die Scham muß die Seite wechseln“.

Ein kultureller Rahmen aus Musik, Liedern und Gedichten lockte zum Stehenbleiben, Zuhören und Beschäftigung mit den vielfältigen Informationen. Das gemeinsam gesungene Lied „Brot und Rosen“ schloss die Veranstaltung.


München

Laut, bunt, jung , vielfältig: im Zeichen der internationalen Solidarität und des Friedens

Die Aktivitäten des Aktionsbündnisses8März auf dem Münchner Marienplatz bei schönstem Wetter begannen um 13.00 mit einer Performance des Frauenverbandes Courage: „Frauen fordern Frieden“ und gestalteten sich als Geschichtsstunde über den Kampf von Frauen für Frieden seit 150 Jahren. Besonders Clara Zetkin, aber auch Rosa Luxemburg oder Bertha von Suttner hatten wichtige Botschaften für die zahlreichen Zuhörerinnen: Zunächst „Die Waffen nieder – sag`s vielen“ und über den Kampf gegen die Kriegskredite vor dem Ersten Weltkrieg sowie über die Notwendigkeit, Faschismus und Krieg in der Einheitsfront zu bekämpfen.

„Vor dieser zwingenden geschichtlichen Notwendigkeit müssen alle fesselnden und trennenden politischen, gewerkschaftlichen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen zurücktreten. Alle Bedrohten, alle Leidenden, alle Befreiungssehnsüchtigen in die Einheitsfront gegen den Faschismus und seine Beauftragten in der Regierung!“

so mahnte Clara Zetkin 1932 – und ist für uns Inspiration und Auftrag auch heute.

Zum Abschluss sangen alle historischen Frauen das Azerbajdschanische Friedenslied. Im Beitrag von Courage enthalten war das Gedenken an eine Mitsängerin über viele Jahre, die nur einen Tag vor dem 8.3. in den Bergen verunglückt war.

Auf dem Marienplatz gab es zahlreiche Aktionsstände. Am Courage-Stand zerbrachen sich einige den Kopf über das von einer Courage-Frau gestaltete Mauer-Rätsel: 9 Mauern sollten erkannt werden, die meisten der Mauern gibt es noch. Es war nicht einfach und vor allem junge Leute freuten sich über Bildung der anderen Art.

In den Musik-Acts auf der Bühne von je einer kurdischen, einer palästinensischen und einer Münchner Sängerin lebte internationalistische Kultur und Perspektive. Es wurde gesungen vom Schmerz, aber auch der Hoffnung der Frauen nach Befreiung. Dabke-Tanz aus Palästina mit typischen Kleidern verkörperte Lebensfreude. Gündalein, eine bekannte Münchner Rapperin, brachte mit ihren Song „Revolution“ unter sehr großem Beifall den Marienplatz zum Beben. Mit dem Ruf „Love, Peace und Unity“ bedankte sie sich für die Organisation dieses Aktionstags für die Befreiung der Frau. Die Situation in Rojava erlebbar machte eine kurdische Sängerin mit dem Bild des Zopfes: „Wenn ihr einen Zopf abschneidet, wachsen Millionen nach.“ Der Ruf Jin Jian Azadi leitete das Zöpfeflechten ein, dazu Trommelklänge und Musik. Die Zuhörenden waren begeistert.

Die Vielfalt der Beiträge, auch zur sozialen Lage, verdeutlichte, dass Kriegs- und Kürzungspolitik auf dem Rücken der Frauen und Familie zusammen gedacht werden muss

Die Kundgebung mit kurzen Reden, die zur Demonstration gehörte, war thematisch unterschiedlich. Courage stellte den imperialistischen Konkurrenzkampf als Ursache der Krieg auf der ganzen Welt und die Kriegstreiberei faschistischer Regime und den weltweiten Widerstand dagegen in den Mittelpunkt. Und das Theoretische Seminar der Weltfrauen und sein Ziel, Wege zu finden, wie auf dieser Welt eine lebenswerte Perspektive erkämpft werden kann. Sehr bewegend auch der Beitrag aus dem Sudan, der in den Mittelpunkt stellte, wie es den Frauen in diesem vergessenen Krieg geht, wie überlebende Frauen viele Kinder von Müttern versorgen, die ermordet worden sind. Und die Stimmen der widerständigen Palästinenserinnen und Kurdinnen, die unter schwierigsten Bedingungen für ihre Freiheit kämpfen. Die Vielfalt der Beiträge, auch zur sozialen Lage, verdeutlichte, dass Kriegs- und Kürzungspolitik auf dem Rücken der Frauen und Familie zusammen gedacht werden muss.

Eine kämpferische Demo von bis zu 7000 Teilnehmenden durch die Straßen Münchens erhielt von Passantinnen und Passanten viel Aufmerksamkeit, wurde in der Presse jedoch mit keiner Silbe erwähnt.

Insgesamt waren an diesem Tag in München ca. 10 000 Menschen auf der Straße. Es gab zwei Demos, das ist immer noch die Auswirkung des Angriffs von Zionisten von vor zwei Jahren auf die 8-März-Demo. Die Demo von feminism-unstoppable schließt die Palästina-Solidarität und andere internationalistische Themen aus, antideutsche Kräfte sind die Drahtziehenden der Spaltung. Sie dient der Schwächung. Viele Teilnehmerinnen wissen gar nichts darüber, sie wundern sich allenfalls. Es ist unbedingt notwendig, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen. Vor allem mit der Masse der Demoteilnehmenden. Um irgendwann wieder zu einer Demo in München zurück zu kommen.


Nürnberg

Nürnberg hat so eine große Demonstration am 8.März noch nicht gesehen! Über 4000 Menschen waren gekommen, um diesen weltweiten internationalen Frauenkampftag kämpferisch aber auch mit Lebensfreude zu feiern! Das prägende Bild war ein internationaler Charakter mit überwiegend jungen Frauen und die Themen bunt und vielseitig, wie das Leben der Frauen!

Die Frauen von Courage sammelten insgesamt 235 € für die Frauenabteilung des Al Awda Krankenhaus im Gaza, die Rotfüchse verkauften Schoko- und Plastikrosen, waren das erste Mal am Frauenkampftag beteiligt.

Bereichernd war ein Kinderblock, der Gesang einer Iranerin, eine kämpferische kurdische Performance im Demozug, Tanzperformance von lateinamerikanischen Frauen bei der Demo und Abschlusskundgebung, welche ein Zeichen setzten, vom Überleben von Millionen afrikanischer Frauen, die in Lateinamerika versklavt wurden.

Alles machte deutlich, welches Potential in einer kämpferischen Frauenbewegung steckt und dass der Wille und Bereitschaft für die Befreiung der Frau zu kämpfen, stetig wächst! Und das in Solidarität mit den Frauen der Welt, aktuell besonders im Iran und Rojava, wo Frauen von den Kämpfen dort berichteten. So war in den zahlreichen Reden neben dem Anprangern des Sozialabbaus zu Gunsten einer Hochrüstung, der Zementierung einer konservativen Frauenrolle in der Rechtsentwicklung, Beschneidung von Migrantenrechten, Abbau von Frauenschutzräumen und vermehrten Angriffen auf queere Personen besonders die Kriegstreiberei auf der Welt und die Rolle Deutschlands im Fokus.

Immer wieder gab es Kritik am Kapitalismus und wurde aufgezeigt, dass die Befreiung der Frau in Einheit stehen muss mit dem Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung und gegen Krieg und Faschismus! Einige der vorbereitenden Gruppen benannten immer wieder den Sozialismus als alternative Gesellschaft am Mikrofon. Dieser linke kämpferische Ausdruck scheint die größte Tagespresse Nürnberger Nachrichten auch seit Jahren dazu zu bringen, die Aktivitäten des 8.März Bündnisses, welches die Aktion über Monate vorbereitet hatte, zu ignorieren! Dass es einen gesellschaftlichen Kampf um die Befreiung der Frau geben muss – soll wohl nicht Schule machen! Da täuschen sie sich, wie die wachsenden Demonstrationszahlen zeigen!

Herzlichen Dank an all die Aktiven, die das möglich machten.


Sindelfingen

 

In Sindelfingen haben wir am Samstag, 7. März bei herrlichem Frühlingswetter eine kleine, aber feine Kundgebung gemacht mit einigen neuen Teilnehmerinnen und neuen Elementen.

Im Mittelpunkt stand auch bei uns der notwendige breite Zusammenschluss gegen die akute Weltkriegsgefahr und die faschistische Gefahr.
In den Redebeiträgen wurde lebendig, wie die Herrschenden ihre Kriegs- und Krisenlasten auf die Arbeiter*innen und die Bevölkerung v.a. die Frauen abwälzen, dass wir uns das aber nicht gefallen lassen und uns dagegen zusammenschließen.

Das drückte auch unser aktueller Lied-Sketch aus „Der Mopp geht auf die Straße (Liedtext).

Es wurden Unterschriften gesammelt gegen kommunale Sparmaßnahmen und die neu gegründete Initiative dazu wurde vorgestellt.

Sehr bewegt haben uns das Plakat unserer ältesten Couragefrau  und die Rede eines Flüchtlings-Aktivisten.

Mit dem Verkauf von Rosen und anderem wurden ca. 130 € Spenden für den Wiederaufbau des Gesundheitszentrums Al-Awda in Gaza gesammelt.


Waiblingen

80 weiße Rosen – 80 Gespräche mit Passantinnen!

Und es hätten gerne noch mehr sein dürfen.

Anknüpfend an unseren Erfahrungen vom letztjährigen Internationalen Frauentag konnten wir dieses Jahr in Waiblingen deutlich mehr Frauen für die Weiße-Rose-Frauentagsaktion ins Boot holen. Gemeinsam mit den „Frauen im Zentrum (FraZ)“ bereiteten wir die Aktion vor und türkische Frauen von „el ele“ kamen dazu.

Anknüpfend an unseren Erfahrungen vom letztjährigen Internationalen Frauentag konnten wir dieses Jahr in Waiblingen deutlich mehr Frauen für die Weiße-Rose-Frauentagsaktion ins Boot holen. Gemeinsam mit den „Frauen im Zentrum (FraZ)“ bereiteten wir die Aktion vor und türkische Frauen von „el ele“ kamen dazu.

In vielen Gesprächen wurde deutlich, wie besorgt viele Frauen über die politische Entwicklung sind: Weit verbreitet war vor allem auch bei junge Frauen der Standpunkt, dass wir uns unsere Rechte nicht wieder wegnehmen lassen dürfen. Die zunehmende rassistische und frauenfeindliche faschistische Hetze bis in die Parlamente hinein, die Kriegsgefahr und die Sorge um die Zukunft treibt viele Frauen um. Dass wir uns unseren Tag trotz des Landtagswahlsonntags in Baden-Württemberg nicht nehmen ließen, brachte uns viel Anerkennung ein. Die Landtagswahl exakt auf den internationalen Frauentag zu legen, empfanden auch einige Frauen schlicht als Unverschämtheit.

Das persönliche Kennenlernen der teilnehmenden Frauen untereinander festigte die Idee und die Bereitschaft, künftig enger zusammenzuarbeiten.
Wertvoll und bereichernd war auch das Beisammen sein und der Austausch nach unserer gemeinsamen Aktion im Café. Wir verabschiedeten uns am Ende mit einem herzlichen „auf bald“ voneinander!

Um jede weiße Rose war eine Banderole (auf lila Papier gedruckt) mit einem QR-Code-Link (Planet Wissen) und folgendem Text:

Weiße Rosen zum 8. März?

Unter dem Symbol der weißen Rose stand der Widerstand der Geschwister Scholl
und anderer gegen die Nazis. Sie wurden von den Nazis dafür mit dem Fallbeil
hingerichtet.
In unseren Parlamenten sitzen zunehmend rassistische, faschistische, sexistische und
frauenfeindliche Parteien und versuchen Einfluss zu nehmen.
Wir Frauen wollen deshalb am 8. März Zeichen setzen.
„Nie wieder“ ist jetzt!