Solidarität mit der Courage-Gruppe Rheinfelden und allen Mitwirkenden an der Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“

12.05.2026

Abbruch der Ausstellung „Frieden ist möglich – auch in Palästina“ in der VHS Rheinfelden wegen massiver Hetze und Einschüchterungsversuchen –
Solidarität mit der Courage-Gruppe Rheinfelden und allen Mitwirkenden an der Ausstellung

In Kooperation des Frauenverbandes Courage mit der VHS Rheinfelden in Südbaden gab es von Mitte April bis zum vorzeitigen Abbruch Ende April eine Ausstellung unter dem Motto „Frieden ist möglich – auch in Palästina“. Die Ausstellung ist von der Gesellschaft Schweiz-Palästina konzipiert worden mit dem Ziel, die humane und ethische Haltung in den Mittelpunkt zu stellen. Mitarbeitende der Ausstellung kommen aus dem Palästina-Arbeitskreis des evangelischen Forums für Frieden aus Nürnberg und weiteren Organisationen.

Kein Wort in dieser Ausstellung ist antisemitisch! Oder verharmlost gar den Holocaust.

Die Ausstellungsmacher ließen sich leiten von der Würde aller Menschen, von der Gleichwertigkeit aller Ethnien, sie widerspricht kolonialer und rassistischer Politik, stellt sich auf die Seite der Unterdrückten, deckt Unrecht auf und setzt sich für den gleichen Zugang zu Macht und für menschenwürdige Lebensbedingungen ein.

Auf 16 Tafeln wird die Entwicklung dargestellt vom Beginn der zionistischen Besiedlung im vorletzten Jahrhundert über die Nakba bis zur Abriegelung von Gaza durch die israelische Besatzung, thematisiert die alltägliche Gewalt in den besetzten Gebieten vor dem 7. Oktober, die Irrtümer westlicher Politik und deutet Lösungen an: eine gemeinsame friedliche Zukunft von palästinensischen und jüdischen Menschen in dieser Region. Kein Wort in dieser Ausstellung ist antisemitisch! Oder verharmlost gar den Holocaust.

Wir sehen aktuell, dass die israelische Regierung zusammen mit Trump und deutscher Unterstützung die Bombardierungen in der Region brutalst fortsetzt, ohne Rücksicht auf Waffenstillstandsvereinbarungen, auf die Zivilbevölkerung, ob in Palästina, im Libanon, im Iran. Und damit an einem 3. Weltkrieg zündelt. Wo die Menschen in Deutschland mehrheitlich fordern: Stoppt Waffenlieferungen an Israel.

Ist diese Mehrheitsmeinung in Deutschland der Grund, warum eine kleine Gruppe, nach Aussagen der VHS-Leiterin überwiegend nicht mal aus Rheinfelden selbst, in den sozialen Medien und bei den Ausstellungsorganisatoren selbst massive Einschüchterung inszeniert. So dass die VHS Rheinfelden aus purem Selbstschutz für die Einrichtung die Ausstellung abgebaut hat. (Badische Zeitung, 2.5.26) Im Shitstorm enthalten, wen wundert es: Unser Frauenverband! Er sei antisemitisch und im Verfassungsschutz Bayern als linksextrem gelabelt. Das reicht zionistischen Kreisen als „Argument“ gegen den überparteilichen Frauenverband. Über Inhalte, die Arbeit von Courage oder Inhalte der Ausstellung selbst braucht man da gar nicht mehr zu reden!

Nein, so geht es nicht!

  • Der Gesamtverband ist solidarisch mit unserer Couragegruppe in Rheinfelden und mit der VHS gegen die fiesen, hinterhältigen Methoden der Einschüchterung.
  • Wir sind solidarisch mit allen Menschen auf der Welt, die sich für Frieden einsetzen!
  • Palästina muss leben – Unterstützt den Wiederaufbau in Palästina

Wer Solierklärungen senden möchte: fvcouragerheinfelden@gmail.com
Der Nakba-Tag am 15.5. und alle Aktionen sind eine gute Gelegenheit
cc auch an: frauenverband-courage@t-online.de