Im November 2025 hörten wir beim Theoretischen Seminar der Weltfrauenbewegung „Wie besiegen wir den Imperialismus“ in Kathmandu davon, dass „die Berge schwarz werden, weil der Schnee schmilzt.“
Eine Katastrophe mit Ansage!
Die Katastrophe, der noch mit allergrößter Wahrscheinlichkeit weitere folgen werden, begann am 26.8. um 8:37. Ursache genau das, was die nepalesischen Gastgeberinnen berichteten: Gletscherschmelze, in diesem Fall auf der chinesischen Seite des Langtang Gebietes. Die Berge sind hoch und steil, so dass die Lawine aus Eis, Gestein und Geröll mit Riesen-Geschwindigkeit das Leben, die Existenz und die Zukunft unzähliger Familien zerstörte. Eine Katastrophe mit Ansage!
Es dauerte nur kurz, bis auch die „großen“ Medien bei uns die Ursache in der Umweltkatastrophe erkannten, immer noch gern verharmlosend als „Klimawandel“ oder maximal als Klimakrise bezeichnet. Wir sagen:
Es ist jetzt die Zeit für konkrete und dringende Maßnahmen gegen die weltweite Erwärmung. Dafür setzen wir uns als Frauenverband mit unserer ganzen Kraft ein – und mit weiteren Mitstreiter:innen.
Wir wissen genau, dass von solchen Katastrophen Frauen am meisten betroffen sind. Wir trauern mit unseren Freundinnen und den Familien um die Opfer. Und wir organisieren Solidarität.
Spendet für die Akuthilfe!
Spendenkonto:
Solidarität International
IBAN : DE86 5019 0000 6100 8005 84
Stichwort: Sturzflut Nepal
Meena Pun, Vorsitzende des nepalesischen Frauenverbands All Nepal Women’s Association (ANWA) bittet in einem aktuellen Statement um Hilfe bei Rettungs-, Hilfs- und humanitären Maßnahmen. Sie schreibt u. A.:
„Heute, am 10. Bhadra 2083, hat uns der Verlust von Menschenleben, Eigentum und Infrastruktur in den tiefer gelegenen Küstenregionen, darunter Syafrubesi und Timure, infolge der schweren Überschwemmung des Flusses Bhotekoshi in Rasuwa zutiefst betrübt. Wir gedenken aller Opfer dieser tragischen Naturkatastrophe und sprechen den Hinterbliebenen unser aufrichtiges Beileid aus. Den Verletzten und Betroffenen wünschen wir eine rasche Genesung. (…) In Katastrophenzeiten ist es unsere erste Pflicht, das Leid der Opfer zu lindern. Deshalb rufen wir alle dazu auf, über Kaste, Klasse, Region oder politische Überzeugungen hinwegzusehen und sich gemeinsam an Rettungs-, Hilfs- und humanitären Maßnahmen zu beteiligen. (…) Das zunehmende Risiko von Überschwemmungen, Erdrutschen und anderen Naturkatastrophen verdeutlicht die Notwendigkeit, unsere ökologischen Ungleichgewichte und die Klimakrise ernst zu nehmen. Staat und Gesellschaft müssen langfristige Initiativen zur Katastrophenvorsorge, -reduzierung und sicheren und nachhaltigen Entwicklung ergreifen und den Natur- und Umweltschutz zu einem integralen Bestandteil der Entwicklung machen. Lasst uns in dieser Stunde der Trauer zusammenstehen. Lasst uns das Leben der Opfer retten, humanitäre Hilfe leisten und Hoffnung schenken.“
Courage Essen schreibt:
„Mit großer Anteilnahme verfolgen wir die Meldungen aus Nepal. Unsere Gedanken sind bei den Familien der Opfer dieser Katastrophe, die unzählige Menschenleben gekostet hat. Es traf gerade die Ärmsten, weil für den Schutz der einfachen Menschen im Himalaya vor solchen Katastrophen, die durch die Klimakatastrophe zunehmen, nichts investiert wird.“
Teilnehmerinnen beim Theoretischen Seminar der Weltfrauenkonferenz in Nepal:
„Viele deutsche Frauen waren im vergangenen November in Nepal zum theoretischen Seminar der Weltfrauenkonferenz. Wir genossen nicht nur die große Gastlichkeit und Freundschaft der nepalesischen Frauen, sondern nahmen auch sehr viel von ihren Berichten über erbitterte Kämpfe um die Rechte der Frauen mit. Sie haben uns tief und nachhaltig beeindruckt. Einige unserer Courage-Frauen waren im Anschluss zum Trekking in genau jenem Tal, dessen Orte vollständig zerstört wurden und unzählige Opfer beklagte werden. Zu wissen, wie unsere Schwestern und die gesamte Bevölkerung jetzt unter den Folgen dieser Katastrophe leiden bewegt uns zutiefst.
Deshalb können unter dem Dach von Solidarität International ab sofort Spenden gesammelt werden. Wir haben uns an unsere Freundinnen der All Nepal Women’s Association gewandt, für welche konkreten Projekte (Soforthilfe, konkrete Wiederaufbau-Projekte usw.) sie diese Spenden am sinnvollsten verwenden wollen. Aktuell können wir von ihnen aber noch keine Rückmeldung dazu erwarten, sobald wir etwas hören informieren wir darüber.“
