Mit den brutalen Angriffen der islamistischen Regierung Syriens auf das selbst verwaltete Gebiet Nordostsyrien, genannt Rojava, entstand der xte Brandherd auf der Welt. Vor ein paar Tagen riefen wir „Hände weg von Venezuela“. In Gaza ist ein Waffenstillstand erkämpft worden, der seinen Namen nicht verdient. Trump möchte Grönland. Sudan, Ukraine, Kongo….
Rojava, die kurdische Selbstverwaltung in Nordostsyrien, stand seit Mitte Januar unter massivem Angriff. Islamistische Milizen, unterstützt von der türkischen Regierung und operierend unter dem Befehl der selbsternannten syrischen Übergangsregierung, rückten koordiniert auf kurdische Städte vor. Kobanê, Raqqa, Hesekê – Namen, die einst für den Sieg über den sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) standen – sind belagert. Besonders Kobanê, das weltweite Symbol des Widerstands gegen den IS, war eingekesselt – und ist es immer noch! Strom und Internet abgeschaltet, Menschen erfroren. Tausende ehemalige IS-Schlächter aus Gefängnissen sind freigelassen. Und morden wieder!
Gleichzeitig entstand eine Riesen-Solidarität überall auf der Welt. Kurdinnen und Kurden und viele andere machten sich auf den Weg nach Kobane, um die Errungenschaften der Frauenbefreiung, der Ökologie und des friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Ethnien zu verteidigen. In Rojava gilt Generalmobilmachung. In unzähligen Städten auf der Welt gingen nicht nur Kurdinnen und Kurden auf die Straße. Als ein syrischer Soldat einer getöteten Kämpferin ihren Zopf abschnitt, ging ein Solidaritäts-Zöpfeflechten rund um die Welt!
Der Frauenverband Courage steht in Solidarität mit der demokratischen Föderation Nordostsyrien!
Wir stehen, auch in Verbindung mit den Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen, hinter den Errungenschaften der Frauen in Rojava. Gleichwohl wird auf den internationalen Treffen über die Wege diskutiert, wie der weltweite Imperialismus zu besiegen ist. Wie vor kurzem in Nepal beim 2. theoretischen Seminar der Weltfrauen, wo die Abschlusserklärung festhielt: Einigkeit herrschte darüber, dass der Kapitalismus und Imperialismus ein Krebsgeschwür ist, das die natürlichen Ressourcen, die Umwelt und die ganze Menschheit zerstört, wenn es nicht aufgehalten wird!
Auf jeden Fall: Protest, zusammenstehen, sich organisieren – sich gründlich mit den Ursachen beschäftigen und Perspektiven entwickeln.
- Hände weg von Rojava!
- Keine Kumpanei der Bundesregierung mit der türkischen und syrischen Regierung!
- Keine Waffenlieferungen an die Türkei und nach Syrien!
- Hoch die Internationale Solidarität!
Frauenverband Courage, Bundesvorstand
