Hände weg von Rojava! Verteidigt die Demokratische Föderation Nordostsyriens!

Seit Tagen gehen Tausende Menschen in Deutschland auf die Straße, um gegen die Angriffe der dschihadistisch-faschistischen HTS (Hayat Tahrir al-Sham) auf die Völker Rojavas zu protestieren. Vorher hatte die HTS  in der syrischen Stadt Aleppo gegen die kurdische Bevölkerung in den Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê gewütet, viele Menschen getötet und 100.000 vertrieben.

Die syrische Jolani-Regierung und das türkische Erdogan-Regime rücken koordiniert mit ihren Truppen gegen Rojava vor, um die Errungenschaften der demokratischen Revolution in Nordostsyrien zu vernichten.

Die Proteste richten sich nicht nur gegen sie, sondern auch gegen die Bundesregierung und die EU. Obwohl die Angriffe beständig weitergehen, hat Die Europäische Union der syrischen Übergangsregierung weitere politische und finanzielle Unterstützung zugesagt bei einem Besuch der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dass die deutsche Bundesregierung die Angriffe nicht verurteilt, kommt ebenso einer Unterstützung  gleich. Sie hat den syrischen Übergangspräsidenten Al-Sharaa (Jolani) nach Berlin eingeladen. Mit ihm sollte u.a. verhandelt werden, wie syrische Flüchtlinge vermehrt und beschleunigt abgeschoben werden können. Es herrscht ja angeblich kein Krieg mehr in Syrien.

Auch Courage-Frauen beteiligen sich an den Demonstrationen wie in München, Heilbronn oder Frankfurt.

In München hielt eine Vertreterin des Frauenverbands Courage folgenden Beitrag:

Wir stehen heute hier in Solidarität mit der demokratischen Föderation Nordostsyrien. Unter dem Namen Rojava wird dort seit mehr als 10 Jahren ein Gesellschaftsmodell der breiten Demokratie, der Frauenbefreiung, der Ökologie gelebt.

Wir stehen als Frauenverband, auch in Verbindung mit den Weltfrauenkonferenzen der Basisfrauen, hinter den Errungenschaften der Frauen in Rojava.

Gleichwohl wird immer auf den internationalen Treffen mit der kurdischen Frauenbewegung über die Wege diskutiert, wie der weltweite Imperialismus zu besiegen ist. Wie vor kurzem in Nepal beim 2. theoretischen Seminar der Weltfrauen stellte die Abschlusserklärung fest: „Einigkeit herrschte darüber, dass der Kapitalismus und Imperialismus ein Krebsgeschwür ist das die natürlichen Ressourcen, die Umwelt und die ganze Menschheit zerstört, wenn es nicht aufgehalten wird!

Wir haben heute mit den brutalen Angriffen in Nordostsyrien den xten Brandherd auf der Welt. Vor ein paar Tagen riefen wir Hände weg von Venezuela. In Gaza ist ein Waffenstillstand erkämpft worden, der aber seinen Namen nicht verdient. Hier ist weiter unsere ganze Solidarität gefordert. Sudan, Ukraine….

Wir müssen uns als Frauenbewegung aber auch gründlicher Gedanken machen: warum das alles? Und wie können wir das Krebsgeschwür aufhalten. Auf jeden Fall: zusammenstehen, sich organisieren – aber eben auch sich gründlicher mit den Ursachen beschäftigen und Perspektiven entwickeln.

Warum wollte die Türkei von Anfang an das Gesellschaftsmodell Rojava zerschlagen? 2019 waren wir – auch hier in München – auf der Straße, um Afrin zu verteidigen, das völkerrechtswidrig von der türkischen Armee besetzt worden ist.

Nun stehen wir hier in Solidarität mit den Übergriffen einer sogenannten syrischen Übergangsregierung. Selbst die Tagesschau schlussfolgert: Es geht um die Kontrolle über das Öl und weitere wertvolle Rohstoffe.

Es ist deshalb ein Skandal, wenn EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und die deutsche Bundesregierung die syrische Übergangsregierung hoffieren und der Schlächter sogar nach Deutschland eingeladen wurde.

  • Wir protestieren mit euch hier und heute gegen die Kumpanei der Bundesregierung!
  • Hände weg von Rojava!
  • Verteidigt die Demokratische Föderation Nordostsyriens!
  • Hoch die Internationale Solidarität!

In diesem Sinne ruft der Frauenverband Courage dazu auf:

Solidarität mit Rojova!
Der Kampf der Frauen dort ist auch unser Kampf!
Beteiligt euch an den Protesten!