Bis hierhin – und nicht weiter! Ruhrpott Rebellion – Auftakt im Juli 2026

Schon ewig bin ich Mitgliedsfrau der Gewerkschaft IG Metall. Wir Arbeiterinnen haben gekämpft gegen die Frauenleichtlohngruppen. Für den Erhalt der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, den Erhalt der Arbeitsplätze, Verkürzung der Arbeitszeit, bessere Arbeitsbedingungen. Haben uns stark gemacht für Frauenrechte und frauenpolitische Interessen. Das war und ist ein wichtiges Fundament der gewerkschaftlichen Organisiertheit und Solidarität mit Arbeiterkämpfen, auch wenn die gewerkschaftliche Kampfkraft oft nicht voll ausgeschöpft wurde.

Gleichzeitig versuchten Regierungspolitiker und andere uns jahrelang mit Floskeln der „freien Marktwirtschaft“ und „Sozialstaat“ vom Kampf abzuhalten und zu vertuschen, dass wir im Kapitalismus leben. Dass dessen eisernes Profit-Gesetz sämtliche Lebensbereiche bestimmt und zunehmend belastet, wird von immer mehr Menschen durchschaut!

Nun wollen Bosse und Konzerne in trauter Eintracht mit bürgerlichen Politiker/innen viele unserer erkämpften Errungenschaften drastisch kürzen oder gar streichen. Und dafür beschimpfen sie in arroganter Weise die Arbeiter/innen und andere Berufstätige, die den ganzen Reichtum hier erarbeiten.

  • SIE wollen Deutschland „kriegstüchtig“ machen. WIR nicht!
  • WIR wollen in diesem reichen Land nicht in Armut oder Arbeitslosigkeit leben müssen.
  • WIR wollen keine Unterdrückung und Ausbeutung von Mensch und Natur.
  • WIR wollen eine menschenwürdige Zukunft für unsere Kinder und nachkommende Generationen.

Deshalb ist der Aufruf der IG Metall zur Ruhrpott Rebellion sehr zu begrüßen!
Denn so kann es hier nicht mehr weitergehen.

Frauen von Courage und mit Courage, jüngere und ältere, werden sich aktiv an der berechtigten Rebellion beteiligen und sich zugleich Durchblick und Hintergrundwissen erarbeiten. Lassen wir unsere alte Rufparole wieder aufleben: „Was allein hilft auf die Dauer? Arbeiterkraft und Frauenpower!“

Seid ihr dabei?

Linda Weißgerber

***** Aus dem Aufruf der IG Metall *****

„Hier im Ruhrpott zählt nicht, was du sagst – sondern was du machst. FÜR WÜRDE.
Wir arbeiten (hart). Wir halten zusammen. Wir stehen füreinander ein. FÜR SOLIDARITÄT. Und wenn es drauf ankommt, stehen wir auf. Bis hierhin und nicht weiter. FÜR ZUKUNFT.

Während wir den Laden am Laufen halten, reagieren viele Arbeitgeber auf Krisen mit denselben alten Rezepten – Stellenabbau, Arbeitsverdichtung, Kostendruck und Verlagerung von Risiken auf die Beschäftigten oder die Gesellschaft. Gleichzeitig erzählen uns manche in der Politik, wir seien zu teuer, zu krank, zu alt. Sie diskutieren längere Arbeitszeiten, spätere Renten und Kürzungen beim Sozialstaat. Sie sagen: zu faul, zu krank, zu alt, zu teuer. Wir sagen: Ohne die „Faulen, Kranken, Halbzeit und Pyjamabeschäftigten, Freizeit Manager und Berufs Faulenzer“ – ohne uns, steht alles still. Gemeinsam, sichtbar und mit klarer Haltung: Bis hierhin – und nicht weiter!
An alle, die es immer wieder versuchen:

Hände weg von unseren Errungenschaften!

Auftakt zur Ruhrpott-Rebellion 2026:
3. Juli Gelsenkirchen , 4. Juli Duisburg, 7.Juli Wetter, 10. Juli Bochum und Neheim/Sauerland, 11. Juli Dortmund und Essen usw..

Kommt zusammen. Kommt mit auf die Straße. Bringt eure Familien, eure Freunde und Bekannte sowie Kolleginnen und Kollegen mit.