17.07.2026
Pressemitteilung
Courage hat gewonnen:
Benjamin Weinthal darf Courage nicht verleumden
Der Frauenverband Courage hat vor dem Landgericht Hamburg einen wichtigen Erfolg erzielt: Das Gericht untersagte im Wege der einstweiligen Verfügung Benjamin Weinthal von der „Jerusalem Post“ künftig zu behaupten, Courage sei eine „Pro-Hamas-Gruppe“, eine „antisemitische Terrorunterstützerin“, verbreite „Vernichtungsantisemitismus“ oder vertrete eine „Pro-Hamas-Ideologie“. Für den Fall einer Zuwiderhandlung drohen die gesetzlich vorgesehenen Ordnungsmittel. Nach den Feststellungen des Gerichts verletzen diese Äußerungen das Vereinspersönlichkeitsrecht von Courage.
Aus Sicht von Courage macht die Entscheidung zugleich deutlich, dass Kritik an der Politik und Kriegsführung der israelischen Regierung niemals mit Antisemitismus gleichgesetzt werden darf. Der Verband sieht darin ein wichtiges Signal für die Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie für eine sachliche Debatte.
Für den Frauenverband Courage ist diese Entscheidung eine deutliche Zurückweisung der gegen den Verband erhobenen Vorwürfe.
Der Bundesvorstand erklärt:
„Das Urteil bestätigt, dass die gegen Courage erhobenen Behauptungen unzulässig sind und unseren Verein in seinen Rechten verletzen. Wir sehen darin einen wichtigen Erfolg gegen Verleumdung und Diffamierung.“
Hintergrund der Auseinandersetzung war die Ausstellung „Frieden in Palästina ist möglich“ in Rheinfelden. Die örtliche Courage-Gruppe hatte die Ausstellung gemeinsam mit der Volkshochschule Rheinfelden organisiert. Nach Druck auf die Organisatorinnen entschied die Volkshochschulleitung, die Ausstellung vorzeitig abzubrechen. Gleichzeitig veröffentlichte Herr Weinthal seine Verleumdungen gegen Courage und andere, gegen die sich der Verband nun erfolgreich zur Wehr gesetzt hat.
Der Frauenverband Courage bekräftigt seine politischen Positionen:
- Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf ist kein Antisemitismus
- Schluss mit allen Kriegshandlungen gegen die palästinensische Bevölkerung. Einsatz für Frieden, Völkerverständigung und die Einhaltung des Völkerrechts
- Keine Waffenlieferungen an Israel
Der Bundesvorstand erklärt abschließend:
„Wir werden uns auch künftig gegen Verleumdungen und Diffamierungen wehren. Unser Einsatz gilt den Menschenrechten, der Solidarität mit den Betroffenen von Krieg und Gewalt sowie einer offenen demokratischen Debatte. Wir rufen auch andere auf, sich zu wehren!“
Bundesvorstand Frauenverband Courage
