Überparteilich – von Religion bis Revolution – auf antifaschistischer Grundlage

Diese Leitlinie verwirklicht der Frauenverband Courage. seit fast 30 Jahren – in Einheit mit finanzieller Unabhängigkeit, breiter Demokratie und einer internationalen Sichtweise. Antikommunistischer Gegenwind machte uns stärker, wenn wir ihm selbstbewusst und offensiv begegneten.

Deshalb begrüßen wir die Kampagne des Internationalistischen Bündnisses „Gib‘ Antikommunismus keine Chance!“ und machen sie auch zu unserer Sache.

Überparteiliche Organisierung von Frauen ist eine wichtige Lehre aus der Geschichte

Kommunistinnen wie Clara Zetkin und Rosa Luxemburg sind Vorbilder, Ideengeberinnen und bedeutende Vorkämpferinnen auch für die überparteiliche kämpferische Frauenbewegung. In unserem Frauenverband sind Frauen in der Bandbreite von „Religion bis Revolution“ und aus vielen Nationen organisiert. Diese Art der Organisierung von Frauen ist eine wichtige Lehre aus der Geschichte.

Wer sich vorbehaltlos mit den geschichtlichen Erfahrungen der Frauenbewegung beschäftigt, kommt nicht daran vorbei: Die größten Fortschritte im Kampf um die Befreiung der Frau waren eng mit Revolutionen verbunden.

Wir nehmen uns die Freiheit

Wir nehmen uns die Freiheit, offen darüber zu diskutieren, ob es zum Kapitalismus und seinen Krisen, die den Frauenalltag weltweit ungemein erschweren und einer tatsächlichen gesellschaftlichen Befreiung der Frauen im Wege stehen, Alternativen gibt und welche das sind.

Wir nehmen uns die Freiheit, auch in den Erfahrungen der ehemals sozialistischen Länder nach Antworten zu suchen, wie die Befreiung der Frau Wirklichkeit werden kann.

Erfolgreich gegen den Verfassungsschutz

Das ist ein Grund, warum uns 2012 mit Hilfe antikommunistischer Verleumdung und Bespitzelung durch den Verfassungsschutz die Gemeinnützigkeit entzogen wurde. Wir erkämpften uns erfolgreich das Gerichtsurteil:

Courage ist nicht verfassungsfeindlich!

Dennoch wird aus der Mitgliedschaft von Marxistinnen-Leninistinnen in Courage und „Themenüberschneidungen mit der MLPD“ der „Extremismus“-Vorwurf konstruiert.

Zu was das führt, sehen wir derzeit beim US-Präsidenten Trump, der kurzerhand alle als „Terroristen“ diffamiert, die gegen seine Politik und gegen Rassismus, Polizeiwillkür und Mord durch Polizisten auf die Straße geht.

Gerade heute, wo in der Corona-Pandemie Frauen und Familien ein Großteil der Lasten des Krisenalltags aufgebürdet wird, in der Weltwirtschaftskrise mit drohender Arbeitslosigkeit, Armut und Hunger, bei der wachsenden faschistischen Gefahr mit AfD und andere rechten und faschistischen Organisationen, die sich bei den „Hygienedemonstrationen“ versuchen eine Basis zu erschaffen, sind eine breite überparteiliche, kämpferische Frauenbewegung und ein breiter antifaschistischer Zusammenschluss über politische Meinungsverschiedenheiten hinweg notwendig.

Deshalb unterzeichnen wir den Aufruf des Internationalistischen Bündnis „Gib‘ Antikommunismus keine Chance!“