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Courage - der Name soll Programm sein und das besondere Profil des Verbandes kennzeichnen: überparteilich und international, solidarisch und demokratisch – ein Zusammenschluss von Frauen jeden Alters und jeder Tätigkeit. 
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Gegen das Verschweigen - Solidarität mit dem Hungerstreik kurdischer Aktivist*Innen! PDF Drucken E-Mail
Solidaritätserklärung Frauenverband Courage – Bundesvorstand
 
Mit Respekt erklären wir euch unsere Solidarität in eurem Kampf um die Aufhebung der Isolation von Abdullah Öcalan und der Entlassung politischer Gefangener der  kurdischen Bewegung in der Türkei. Wir sind gleichzeitig in Sorge um die Gesundheit der Hungerstreikenden.

Wir verurteilen die brutale Unterdrückung des kurdischen Freiheitskampfes. Die Nordsyrische Föderation steht  für uns als Frauenorganisation für bedeutende Errungenschaften im Kampf um die Befreiung der Frau. Weltweit wird das Vorgehen der türkischen Regierung nicht nur gegenüber Abdullah Öcalan von den Menschen verurteilt, was die Bundesregierung nicht abhält, mit dem faschistischen türkischen Regime unter einer Decke zu stecken. Auch in Deutschland stehen wir fest an der Seite des Protests gegen die Unterdrückung von Symbolen des kurdischen Freiheitskampfes und seiner Frauenverteidigungseinheiten der YPJ. Die Kriminalisierung allein der Symbole ist ein Skandal!

Auch wenn wir das Mittel des Hungerstreiks kritisch betrachten, so unterstützen wir die Forderungen eures Kampfes und werden mit dafür sorgen, dass wir die Öffentlichkeit informieren gegen die Pressezensur.

Gegen die Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes weltweit!


Der Hintergrund:
Am 7. November 2018 trat die Abgeordnete der HDP (Demokratische Partei der Völker) Leyla Güven im Gefängnis von Amed (Diyarbakir) in einen unbefristeten Hungerstreik mit der Forderung nach der Aufhebung der vollständigen Isolation Abdullah Öcalans auf der Gefängnisinsel Imrali. Dieser hatte seit 27. Juli 2011 keinen Kontakt mehr zu seinen Anwälten, im Juli 2015 das letzte Gespräch mit Abgeordneten der HDP. Verwandtenbesuch waren in den vergangenen drei Jahren nur zweimal für wenige Minuten erlaubt. Dem Hungerstreik haben sich rund 7000 politische Gefangene in den türkischen Gefängnissen, sowie Menschen in allen vier Teilen Kurdistans und weltweit angeschlossen. Viele von ihnen schweben in akuter Lebensgefahr. Die Ceni-Frauen schreiben: „Da es in der Türkei nur wenig Raum für offene politische Artikulation gibt, bleiben den politischen Aktivist*innen nur wenige Möglichkeiten. Mit einem unbefristeten Hungerstreik versuchen sie die internationale Öffentlichkeit wach zu rütteln und Druck auf die türkische Regierung aufzubauen, damit sie ihre eigenen Gesetze und internationalen rechtlichen Normen umsetzt. (…) Doch der Hungerstreik bleibt ohne Solidarität isoliert. Das Ziel der Isolation ist, die politischen Gefangenen und ihren Widerstand in Leere laufen zu lassen. Diese Strategie wird in Europa und vor allem von der deutschen Bundesregierung fortgesetzt, es ist eine Strategie des medialen und öffentlichen Schweigens. Gemeinsam können wir dieses Schweigen brechen.“

 

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Frauenverband Courage