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Courage - der Name soll Programm sein und das besondere Profil des Verbandes kennzeichnen: überparteilich und international, solidarisch und demokratisch – ein Zusammenschluss von Frauen jeden Alters und jeder Tätigkeit. 
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Protestiert gegen die unerträgliche, rassistische Hetze der BILD gegen Alassa Mfouapon PDF Drucken E-Mail
Solidaritäts- und Protesterklärung des Frauenverbands Courage e.V.

Wir Frauen des Frauenverbands Courage sind empört über die Hetze der BILD-Zeitung gegen Alassa Mfouapon, die Flüchtlinge in Ellwangen, den Freundeskreis Alassa und die Anwaltskanzlei Meister und Partner in ihrem Artikel vom 4. Januar mit der Überschrift „Der unfassbare Fall des Alassa M.“ Wir protestieren entschieden dagegen, wie mit be-wussten Lügen und Verdrehungen, der Veröffentlichung des Bildes und des Aufenthaltsorts von Alassa Mfouapon eine regelrechte Progromstimmung erzeugt wird, wie systematisch versucht wird, Geflüchtete und die demokratische Flüchtlingsbewegung und Flüchtlingssolidarität systematisch in Misskredit gebracht werden sollen.

„Bild lügt“ nicht nur, sondern betätigt sich regelrecht als Brandstifter. So sehen sich rassistische und faschistische Kräfte ermutigt die Sprecherin des Freundeskreises Alassa, unsere Mitfrau Adelheid Gruber, in übelster Weise zu bedrohen. Das geht gar nicht! Das kann kein demokratisch gesinnter Mensch hinnehmen und schon gar nicht die kämpferische Frauenbewegung.

Dieses menschenverachtende Vorgehen dient nichts anderem als der Rechtfertigung der der Pläne zur vollständigen Aushebelung des Asylrechts und der Linie der Regierung „Abschotten, Wegsperren und Abschieben“. Genauso wie Verbrechen und Gewalt gegen Frauen durch einzelne geflüchtete Menschen dafür instrumentalisiert werden. Wenn es wirklich um den Schutz von Frauen ginge, dann würden vom IS drangsalierte jesidische Frauen nicht mit einer Duldung abgespeist, dann müssten Frauen aus Afrika, Afghanistan oder dem Iran nicht in ständiger Angst vor Abschiebungen leben, dann würden geflüchtete Frauen nicht Todesgefahr und sexueller Gewalt auf illegalen und unsicheren Fluchtwegen ausgesetzt.

Im Gegensatz zu „BILD“, Seehofer und weiteren Brandstiftern sind geflüchtete Menschen für uns keine Menschen zweiter Klasse und auch keine Bedrohung. Wir begrüßen es, wenn sie sich selbstbewusst gegen Polizeigewalt und Medienhetze zusammenschließen und für ihr demokratisches Recht auf Asyl eintreten. Das muss Schule machen und dafür steht Alassa Mfouapon. Er war Sprecher der Flüchtlinge aus Ellwangen, die nach einem brutalen Polizeieinsatz im Mai 2018 unter dem Motto „Jetzt reden wir“ an die Öffentlichkeit gegangen sind.

100 Jahre Frauenwahlrecht wird groß gefeiert. Dieses demokratische Recht hätten wir nicht, hätten sich Frauen nicht organisiert und dafür gekämpft – gegen Rechtlosigkeit, Diffamierungen und staatliche Gewalt. Und Organisierung ist weiter Trumpf – bei uns in Courage sind geflüchtete Frauen mit all ihren Anliegen herzlich willkommen.

Wir finden es richtig, dass Alassa Mfouapon, seine Anwälte und der Freundeskreise Alassa sich zur Wehr setzen und erklären ihnen unsere volle Unterstützung und Solidarität.

Bernadette Leidinger-Beierle und Seyran Cenan
Frauenverband Courage e.V., Bundesvorstand

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Stellungnahme von Alassa Mfouapon
Presseerklärung der Rechtsanwälte
Interview von Rechtsanwalt Frank Stierlin in der Jungen Welt
Bericht im SWR



 
Frauenverband Courage