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Home Aktuelles Sofortige Freilassung der HDP-Bürgermeisterin von Diyarbakir/Türkei Gültan Kisanak!

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Courage - der Name soll Programm sein und das besondere Profil des Verbandes kennzeichnen: überparteilich und international, solidarisch und demokratisch – ein Zusammenschluss von Frauen jeden Alters und jeder Tätigkeit. 
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Sofortige Freilassung der HDP-Bürgermeisterin von Diyarbakir/Türkei Gültan Kisanak! PDF Drucken E-Mail
In der Türkei nimmt der Terror der Regierung gegen die kurdische Bevölkkerung und ihre RepräsentantInnen zu. Dagegen formiert sich der Widerstand. In vielen Städten  der Türkei und Kurdistans gibt es seit gestern Demonstrationen, gegen die mit Polizeigewalt vorgegangen wird. Unter anderem wurde der Hauptsitz des Kongresses der Freien Frauen KJA in Amed von Polizei umstellt und durchsucht. Ihre Sprecherin wurde gestern während der Protestdemonstration gegen die Verhaftung von Gültan Kisanak and Firat Anli (Co-Bürgermeister und Bürgermeister) vor dem Rathaus von Amed ebenfalls verhaftet. Gültan Kisanak ist langjährige Aktivistin für Frauenrechte, ehemalige Abgeordnete der BDP, der Partei für Frieden und Demokratie, und die erst Co-Bürgermeisterin in Diyarbakir
(weitere Nachrichten siehe unter http://www.anfenglish.com/kurdistan)
Der Frauenverband Courage unterstützt die unten stehende Protesterklärung von Monika Gärtner Engel, Europakoordinatorin und Initiatorin der Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen:

Sofortige Freilassung der HDP-Bürgermeisterin von Diyarbakir/Türkei Gültan Kisanak!

Am 24.10. ist die demokratisch gewählte Bürgermeisterin Gültan Kisanak zusammen mit ihrem Co-Bürgermeister Firat Anli unter brutalem Einsatz von Polizisten, bewaffnet mit Wasserwerfern und gepanzerten Fahrzeugen, in der kurdischen Millionenstadt Diyarbakir verhaftet worden. Das ist eine neue Stufe der Eskalation der faschistischen Erdogan-Regierung und zeigt ihr wahres Gesicht.

Das Strickmuster der Vorwürfe ist immer gleich: Unterstützung des Putsches, Zusammenarbeit mit der Gülen-Bewegung und Unterstützung der PKK. Demokratische Grundsätze gelten dem Terror-Regime Erdogans nichts, die Bundesregierung schweigt.

Wir wenden uns gegen eine Berichterstattung in den deutschen Medien, die nahelegt, als sei es der kurdische Widerstand, der immer wieder Kämpfe provoziert. Die Delegation der Weltfrauen im Juli konnte sich mit eigenen Augen sowohl in Diyarbakir als auch in anderen kurdischen Städten überzeugen, dass der Terror von der türkischen Regierung ausgeht, der den jahrzehntelangen kurdischen Widerstand mit brutalstem Terror endgültig brechen will. Die Deutsche Bundesregierung fordern wir auf, endlich Schluss zu machen mit der Kumpanei gegenüber dem Erdogan-Regime. Unsere eigene Geschichte mahnt uns dazu!

Dazu Monika Gärtner-Engel:
„Wir Weltfrauen protestieren gegen die Verhaftung von Gültan Kisanak! Der brutale Militärterror richtet sich gegen Gültan Kisanak, die mutig und entschlossen der türkischen faschistischen Regierung entgegen tritt. Ich selbst erlebte Gültan Kisanak als eine äußerst kompetente und zugleich herzliche Symbolfigur des kurdischen Kampfes für Freiheit und Demokratie und enge Freundin der Weltfrauen.
Vom 5.-9. November treffen sich in Deutschland die „Weltfrauen“, d.h. die Frauen, die sich für den Prozess der Weltfrauenkonferenz engagieren. Gemeinsam organisierten sie die 1. Weltfrauenkonferenz 2011 in Venezuela und in diesem Jahr die 2. Weltfrauenkonferenz in Nepla. Sowohl auf der Nationalen Frauenversammlung als auch auf der Europakonferenz der Weltfrauen und dem Treffen der Weltkoordinatoren beraten wir konkrete Schritte.
Wir Weltfrauen stehen gemeinsam für unsere Gültan Kisanak, gegen die unzähligen sexistischen Übergriffe und Brutalitäten gegen verhaftete und getötete Frauen und alle Verhafteten in der Türkei ein.

Sofortige Freilassung von Gültan Kisanak und aller demokratischer politischer Gefangenen in der Türkei!
Sofortiges Ende der Zusammenarbeit der Bundesregierungmit dem Erdogan-Regime!“


Gelsenkirchen, 26.10.16

Solidaritätsaufruf des Kongresses Freier Frauen KJA
Bericht des KJA in Englisch
Bericht des KJA über die Angriffe auf Frauen (August 2016)


 
Frauenverband Courage