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Marl: Bergarbeiterfrauen couragiert gegen Rassismus und Faschismus! PDF Drucken E-Mail
In Marl im Kreis Recklinghausen wurde am 21.01.2016 ein Brandanschlag auf eine geplante Asylunterkunft verübt, die Unterkunft brannte einen Tag vor Einzug der Bewohner aus. Bereits am Tag vor dem Brand wurden Ermittlungen wegen faschistischer Parolen und Hakenkreuzschmierereien aufgenommen, die der Hausmeister an einer Aussenwand entdeckt hatte. Dort wurden auch Brandspuren gefunden. Bei einer Protestdemonstration und - kundgebung am 30.1.16 bezogen Frauen der Bergarbeiterfrauen-AG in Courage Position gegen Rassismus und Faschismus:. In ihrem Flyer heißt es:
"Wir Bergarbeiterfrauen im Frauenverband Courage fordern die restlose Aufklärung des Brandanschlags auf das Flüchtlingsheim in Marl und die Bestrafung der Brandstifter. Es ist ein Skandal, dass Ultrarechte und Faschisten von NPD, „Pegida“ und AfD unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit ihr rassistisches und faschistisches Gedankengut von sich geben können. Bisher werden ihre Aufrufe zur Volksverhetzung nicht gerichtlich belangt. Von den 68  Brandstiftungen von 2015 ist kaum eine aufgeklärt!. Für die meisten wird von den Behörden nicht mal ein ausländerfeindliches Motiv unterstellt. In den Medien wird Meinungsmache betrieben, die sich nicht mit der wirklichen Situation der Geflüchteten, den Fluchtursachen und positiven Lösungen beschäftigt. Im Gegenteil: Da bekommen Ultrarechte und Faschisten noch eine Plattform für ihre fremdenfeindlichen Hassparolen. Auch der Verfassungsschutz erweist sich als Förderer und Schutzbehörde für rechte Gewalt und Demagogie, wie der NSU-Skandal zeigt."
Wir Bergarbeiterfrauen fordern:
Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen, sowie ihrer Propaganda! "

Vollständiger Flyer im pdf-Format

Folgender Leserbrief einer der Frauen wurde in der Marler Zeitung veröffentlicht:
"Der feige Brandanschlag auf die Flüchtlingsunterkunft in Marl ist entschieden zu verurteilen. Wir Bergleute hier in Hüls leben und arbeiten auf der Zeche mit Familien und Kumpel zusammen, die ihre Wurzeln nicht nur in Deutschland haben. Für mich ist es unerträglich, dass Menschen, die vor dem Terror faschistischer Gruppen aus ihren Ländern flüchten, hier erneut von Faschisten verfolgt und bedroht werden. Der Brandanschlag muss restlos aufgeklärt werden und die faschistischen Täter und ihre Anstifter müssen streng bestraft werden. Nur wenn endlich das Verbot aller faschistischen Parteien und Organisationen durchgesetzt wird, ist die offene Verbreitung von Rassismus und Völkerhetze nicht so einfach möglich. Der Polizeischutz für die faschistischen Aufmärsche ist  nicht mehr legal. Der rassistischen Pegida-Bewegung darf kein Fußbreit gewährt werden. Was die Faschisten und Rassisten nicht wahrhaben wollen: Der Mensch hat die Erde durch Migration bevölkert und dabei Hochkulturen durch die Verschmelzung der Fortschritte verschiedener Völker begründet."

Das nächste Treffen der Bergarbeiterfrauen-AG findet statt:
am 13.2.16, 16 Uhr, in der Insel, Carl-Duisberg-Str. 11, Marl-Hüls

Einladung

 
Frauenverband Courage