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Home Aktuelles Protest gegen Belo-Monte-Staudamm in Brasilien

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Protest gegen Belo-Monte-Staudamm in Brasilien PDF Drucken E-Mail
Im Januar 2011 ist der Präsident der brasilianischen Umweltbehörde zurückgetreten, aus Protest gegen die Genehmigung eines Projektes, das Experten als ökologische Katastrophe bezeichnen: Der Belo Monte- Staudamm, der im Herzen Amazoniens eine Narbe hinterlassen würde, die größer als der Panama-Kanal wäre. Der Mega-Damm würde riesige Teile des Regenwaldes überfluten und bedroht die Lebensgrundlage von indigenen Völkern. Die Konzerne, die von dem Damm profitieren würden, wollen die Umweltgesetze dem Erdboden gleichmachen und schon in wenigen Wochen mit den Arbeiten beginnen.
Das Amazonasgebiet ist ein unermesslicher Schatz für unsere Welt und ein globaler Protest ist dringend nötig.
Unterschreiben Sie diese Notfall-Petition an Dilma, um Belo Monte zu stoppen und Amazonien zu schützen -- sie wird in einer spektakulären Aktion gemeinsam mit unseren indigenen Partnern in der brasilianischen Hauptstadt übergeben, sobald wir 300.000 Unterschriften erreichen:
https://secure.avaaz.org/de/amazon_under_threat/?vl

Der staatliche Konzern Eletronorte, der am meisten von Belo Monte profitieren würde, verlangt, dass eine endgültige Betriebsgenehmigung ausgestellt wird, auch wenn das Projekt die Umweltstandards nicht erfüllt.

Experten und Beamte, die das geplante Megakraftwerk analysiert haben, verwerfen das Projekt mit der Begründung, dass es eine sich anbahnende Katastrophe sei. Abelardo Bayma Azevedo, der letzte Woche seinen Rücktritt als Präsident der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA bekannt gab, ist nicht der erste, der unter dem Druck für den Bau von Belo Monte sein Amt niedergelegt hat. Sein Vorgänger trat letztes Jahr aus dem gleichen Grund zurück, genauso wie die frühere Umweltministerin -- neben anderen Spitzenbeamten. Jetzt liegt es an uns zu garantieren, dass diese Abdankungen und die jahrzehntelangen Proteste nicht umsonst waren.

Belo Monte würde 400.000 Hektar Regenwald überfluten, hunderte Kilometer des Rio Xingu beeinträchtigen über 40.000 Menschen verdrängen und bedroht Ureinwohner aus 18 verschiedenen ethnischen Gruppen, für die der Rio Xingu die Lebensgrundlage bildet. Das Projekt ist wirtschaftlich riskant und die Regierung muss für die Investitionen von über 16 Milliarden Dollar fast auschliesslich auf staatliche Gelder zurückgreifen. Zudem wäre der Staudamm einer von Brasiliens am wenigsten leistungsfähigen Dämmen und würde während der trockenen Monate zwischen Juli und Oktober nur 40% seiner Kapazität erreichen.

Die Befürworter dieses Bauprojektes behaupten, dass es Brasiliens steigende Energienachfrage stillen wird. Es steht jedoch eine weitaus reichere, umweltfreundlichere und auch günstigere Energiequelle zur Verfügung: die Energieeffizienz. Eine Studie des WWF hat ergeben, dass alleine mit Hilfe von Energieeffizienz bis 2020 ein Wert eingespart werden könnte, der 14 Belo Monte Dämmen entspräche. Von den Vorteilen eines umweltfreundlichen Ansatzes würden alle profitieren, nicht nur eine Handvoll mächtiger Unternehmen. Allerdings sind es nur die Unternehmen, die Lobbyisten einstellen und versuchen, politischen Einfluss zu gewinnen -- es sei denn wir, die weltweite Öffentlichkeit, sind zahlenmäßig stark genug und erheben unsere Stimmen, um sicherzustellen, dass Dilma vor eine wirkliche Wahl für die Zukunft Brasiliens gestellt wird.

Der Bau des Belo Monte Damms könnte bereits im Februar 2011 beginnen. Der brasilianische Minister für Energie und Bergbau, Edson Lobão, hat bekannt gegeben, dass die Genehmigung in Kürze erteilt wird -- wir müssen das Belo Monte Projekt stoppen bevor die Bulldozer anrollen. Lassen Sie uns Dilma in ihrem Präsidentinnenamt willkommen heißen indem wir sie mit einer massiven Protestwelle dazu auffordern, genau das Richtige zu tun: das Belo Monte Projekt zu stoppen!

https://secure.avaaz.org/de/amazon_under_threat/?vl

QUELLEN:

Chef des Umweltamts in Brasilien tritt wegen Staudamms zurück, Originalbeitrag in “O Globo”, 15. Januar 2011
http://amerika21.de/meldung/2011/01/20547/umweltamt-brasilien-ruecktritt

 

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